Westfälische Nachrichten Steinfurt
Teil I

Paläographie: Lesen historischer Schriften (ausgefallen)

Westfalen in der Franzosenzeit
Der Zeitraum zwischen 1792 und 1815 wird allgemein als "Franzosenzeit" bezeichnet. In dieser Zeitspanne geriet ein großer Teil Europas, so auch der gesamte deutsche Sprachraum, direkt oder indirekt unter französische Herrschaft. Während das für die linksrheinischen Gebiete bereits früh galt, waren Westfalen und das Münsterland vor allem ab 1806 betroffen. Diese Epoche der großen Umbrüche mit dem Ende des Alten Reiches, der Auflösung der geistlichen Territorien, der Enteignung von kirchlichem Eigentum und der französischen Fremdherrschaft hatte bei den Zeitgenossen tiefe Spuren hinterlassen. Unter der Anleitung von Historiker und Archivar Achim Becker soll diese Epoche vor allem mittels handschriftlicher Quellen erarbeitet werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Lektüre eines autobiographischen Textes, in dem eindrucksvoll geschildert wird, wie eine münsterländische Familie in die Mühlen der französisch dominierten Justiz gerät. Der Besuch der Kurse "Paläographie für Einsteiger" aus dem VHS-Herbstsemester 2019 und "Paläographie" aus dem Frühjahr 2020 wird nicht vorausgesetzt. Der Kurs kann bei entsprechenden Vorkenntnissen auch von Interessenten besucht werden, die diese Kurse nicht absolviert haben.



Achim Becker
10700-L
Kursgebühr:
55,00